Morbus Meniere – Übersicht des Krankheitsbildes

Morbus Menière ist eine Erkrankung des Innenohrs, welche zu Drehschwindel, Ohrensausen und einseitigem Gehörverlust führt. Leider weiß man noch nicht, wie diese Krankheit entsteht, aber es gibt eine Menge Behandlungsmöglichkeiten, die sehr kontrovers diskutiert werden. Diese Krankheit geht auf einen französischen Arzt Prosper Menière (1799-1862) zurück. Er unterschied die Krankheit erstmals  1861 vom geläufigen Schwindel und definierte die Beschwerden als Krankheit des Innenohres. Weiterhin beschieb er die Ohrgeräusche und den Hörverlust. Der Neurologe Jean-Martin Charcot machte schließlich 1874 diese Krankheit unter den Namen „Menière´sche Erkrankung” bekannt. Leider weiß man noch nicht, wie diese Krankheit entsteht, aber es gibt eine Menge Behandlungsmöglichkeiten, die sehr kontrovers diskutiert werden.

Die Symptome der Krankheit

Morbus MenièreLeider betrifft diese Krankheit häufig mehr Männer als Frauen und trifft einen unter 1000 Menschen. Der Patient leidet schubweise unter Drehschwindel, Hörverlust und Tinnitus.  Menière-Anfälle können in unterschiedlichen Intervallen schubweise auftreten, wobei der Abstand der Anfälle auch Jahre betragen kann, und dauern zwischen Minuten bis hin zu Stunden. Selten treten alle drei Symptome am Anfang zusammen auf, so kann es entweder zu Schwindel, Ohrensausen oder zu einseitigem Hörverlust kommen.

Treten alle drei Symptome in Zusammenhang auf, spricht man vom menièreschen Trias. Meist beginnt es aber mit dem Schwindel, der mit Erbrechen und Übelkeit einhergeht und bei der Bewegung schlimmer wird. Bei einem Anfall bemerkt der Patient häufig einen Tinnitus und das Hörvermögen wird schlechter. Zudem wird ein Druckgefühl im Ohr verspürt. Nach dem Anfall können die Symptome aber wieder verschwinden und erst, wenn sich die Anfälle häufen, können Tinnitus, Kopfschmerzen und Hörverlust bestehen bleiben. Der Tinnitus ist bei den Anfällen niederfrequentiert und wird nur mäßig bis mittel stark empfunden. Eine Morbus Meniere Behandlungsollte so früh wie möglich begonnen werden, jedoch ist diese Krankheit nicht heilbar, lediglich die Symptome können gemildert werden.

Die Drehschwindel Attacken können plötzlich auftreten und einige Minuten bis Stunden andauern. Häufig muss man sich auch Übergeben. Der Tinnitus wird meistens nur auf einem Ohr wahrgenommen. Dabei hört man ein Rauschen oder ein Brummen. Wenn der Schwindelanfall dazu kommt, werden die Ohrgeräusche auch noch schlimmer. Schließlich hört man auch noch auf dem betroffenen Ohr schlechter bis gar nicht. Stimmen klingen verzerrt und undeutlich. Nach einem Anfall kommt das Gehör jedoch wieder zurück.

Man kann nicht genau vorhersagen, wann die Attacken einsetzen und warum. Dies ist natürlich für den Patienten eine große Belastung in ihren Lebensalltag. Mit der Zeit können allerdings die Drehschwindel-Attacken abnehmen, dafür kann sich jedoch die Hörschwäche zu einem völligen Hörverlust entwickeln.

Manchmal leiden Menschen unter plötzlichen Anfällen von Drehschwindel und Verlust von Hörvermögen. Dann liegt der Verdacht nahe, dass es sich um die Symptome von Morbus Meniere handelt. Die Morbus Meniere Symptome bleiben noch häufig unerkannt, weil die Patienten zwar sehr unter verschiedenen Symptomen leiden, sie aber nicht im Zusammenhang mit dem Krankheitsbild von Morbus Meniere bringen. Dabei sollte ein Patient mit den drei typischen Symptomen deswegen den Arzt aufsuchen. Sehr auffällig ist das Symptom der massiven Drehschwindel-Anfälle.

Dem Patienten wird ohne Vorwarnung plötzlich übel und ihre Welt dreht sich im Kreis. Weil es wie im Karussell zugeht, wird vielen schlecht oder sie übergeben sich sogar. Die Schwindel-Anfälle sind oft so stark, dass der Betroffene sich gar nicht auf den Beinen halten kann und umkippt. Die Ärzte, die bei einem Patienten Morbus Meniere Symptome diagnostiziert haben, bezeichnen diese Stürze als Drop-Attacks. Die Schwindel-Attacken halten oft über Stunden an und kommen in beliebigen Abständen und unterschiedlicher Häufigkeit zurück. Ein Morbus Meniere Patient muss ständig damit rechnen, innerhalb von Minuten am Boden zu liegen. Zwischen den einzelnen Anfällen können Tage, Wochen oder auch Monate vergehen. Während dieser ‘Ruhephasen’ treten allerdings keine Symptome von Schwindel auf.

Weitere Symptome – Hörgeräusche

Die Patienten mit Morbus Meniere leiden neben dem Drehschwindel auch an Ohrgeräuschen, die sich auf unterschiedlichen Arten oft auch während der Drehschwindel-Anfälle bemerkbar machen. Die Geräusche sind Teil der Morbus Meniere Symptome und werden zum Beispiel als ständiges Summen oder Brummen im Ohr wahrgenommen. Bei längerem Krankheitsverlauf kann dies zu einem dauerhaften Tinnitus-Symptom führen, das auch außerhalb der Anfälle auftritt. Dabei ist die Intensität der Geräusche während der Anfälle ständig schwankend.

Bei manchen Patienten verstärken sie sich während ihrer Anfälle und werden dazwischen deutlich leiser wahrgenommen. Diese Ohrgeräusche werden nur von den Betroffenen gehört, andere Menschen nehmen sie nicht wahr. Allerdings gibt es eine sehr große Bandbreite an unterschiedlichen Tönen, die bei den Patienten auftreten, wie Zischen, Knattern oder Pfeifen. Jedoch hören die meisten Patienten eher tiefe Töne als hohe während ihrer Anfälle und in der Regel ist auch nur ein Ohr davon betroffen. Die Patienten bemerken meist die einseitige Hörstörung während ihrer Morbus Meniere Attacken, weil dieses Ohr praktisch zu versagen scheint. Sie nehmen vor allem Sprache weitgehend verzerrt wahr, wobei sie das Gefühl haben, wirklich einen Verlust des Hörvermögens zu erleiden. Je länger die Attacken anhalten, desto intensiver wird der Hörverlust bemerkt und er kann dauerhaft auftreten, wodurch er dem Tinnitus ähnelt. Dabei wird oft von einem Wechsel der Intensität der Geräuschlautstärke berichtet. Es kann sogar ein kompletter Hörverlust auftreten. Bei vielen Patienten setzt das Hörvermögen nach den Anfällen wieder normal ein.

Die Symptome der Morbus Meniere beeinträchtigen die Lebensqualität

Das gibt auch ungewöhnliche Morbus Meniere Symptome. Es wurde auch schon von Morbus Meniere Patienten berichtet, dass sie während ihrer Schwindelanfälle viel besser als zuvor hören konnten. Diese Patienten erleben also keinen Verlust des Hörvermögens, sondern stattdessen eine Steigerung. Die Ärzte bezeichnen diese Variante als Lermoyez-Syndrom, wobei noch nicht geklärt ist, ob es sich um ein anderes Symptom oder gar um anderes Krankheitsbild handelt.

Die Morbus Meniere Symptome verunsichern die Patienten so sehr, dass sie ihr Leben als stark eingeschränkt empfinden. Sie müssen jederzeit damit rechnen, dass sie eine Drehschwindelattacke erleiden und Übelkeit sie überkommt. Dass die nächste Attacke nicht vorhersehbar ist, stellt eine große Beeinträchtigung da. Manche Betroffene spüren kurz vor einem neuen Anfall einen erhöhten Druck im Ohr oder nehmen ein plötzliches Rauschen wahr. Diese belastende Situation beeinträchtigt das Leben der Patienten und die Angst, in naher Zukunft einen neuen Anfall zu bekommen, mindert die Lebensqualität der Patienten stark. Die Anzahl der Schwindelanfälle nimmt jedoch bei vielen mit der Zeit ab.

Morbus Meniere Ursachen

Die genauen Ursachen für eine Morbus Meniere sind noch nicht genau bekannt. Zumindest eines ist sicher es handelt sich um Erkrankung des Innenohres bei der zu viel Flüssigkeit die sogenannte Endolymphe entsteht. Diese scheint ursächlich für diese Erkrankung zu sein. Die Morbus Meniere Ursachen kommen teilweise aus der Vererbungslehre.

Anomalien im Gehörgang entdecken

Es ist gibt ein Phänomen bei der Morbus Meniere: In einigen Familien tritt diese Symptomatik gehäuft auf, was wiederum auf eine Erbkrankheit hin schließen lässt. Eine Vermutung ist, dass bestimmte anatomische Gegebenheiten des Hör- und Gleichgewichtsorgan vererbt sind und diese kleine Abnormitäten zu dieser Erkrankung führen. Zumindest können diese Abweichungen das Krankheitsbild begünstigen. Sehen wir uns im Folgenden die Symptome und ihre Ursachen etwas genauer an.

Zuviel Flüssigkeit im Ohr und verschiedene andere Ursachen

Auch Verletzungen des Innenohr können Morbus Meniere auslösen, genau wie zu starker Lärm, eine Virusinfektion oder Durchblutungsstörungen. Das Spektrum der vermeintlichen Ursachen ist dabei sehr weit gefasst. Zunächst einmal ist zu erklären, was bei Morbus Meniere im Innenohr passiert. Ein veränderter Flüssigkeitshaushalt sorgt für Gleichgewichtsprobleme. Das Gleichgewichtsorgan mit den Bogengängen wird durch zu viel Flüssigkeit falsch informiert und so kommt es zu den Gleichgewichtsstörungen. Die innere Struktur mit dem Kanalsystem und den Membranen sind mit Flüssigkeit gefüllt. Diese Perilymphe und Endolymphe verfügen über einen Mineralsalzgehalt, im Normalfall ist dieses Verhältnis ausgeglichen und der Mensch hat auch dementsprechend einen ausgeglichenen Gleichgewichtssinn.

Bei Morbus Meniere ist die Endolymphe zu hoch und es kommt zu den Symptomen. Der Fachausdruck für diese Veränderung ist Hydros cochleae, es ist aber nicht klar ob es zu einer Störung beim Abfluss der Flüssigkeit im Innenohr kommt oder ob einfach zu viel dieser Flüssigkeit produziert wird. Bei zuviel Flüssigkeit dehnt sich der Kanal der den Abfluss bildet zu stark aus. Diese Ausdehnung ist dann Ursache für die falsch stimulierten Hör- und Sinneszellen, die in Nachbarschaft zu diesem Kanal liegen. Es gibt eine Theorie nach der dieser Kanal bei dieser Überdehnung reißt, dann kommt es zu einer Vermischung der Perilymphe und der Endolymphe mit ihrem unterschiedlichen Mineralsalzgehalt und dies ist dann weiter ursächlich für die Schwindelanfälle. Bei Morbus Meniere kommt es aber nicht nur zu diesen Schwindelanfällen sondern es kann auch zu einem Hörverlust kommen, einher gehen dann Ohrgeräusche und dieser Tinnitus ist dann ein weiteres störendes Element der Erkrankung. Betroffene schildern immer wieder den Trias der Symptome und diese Symptome sind dann sehr unangenehm.

Ursache für plötzlich auftretende Drehschwindel mit Übelkeit

Manche Patienten klagen über plötzlich auftretende Übelkeit, die aus heiterem Himmel auftritt, danach kommt es sofort zum Drehschwindelanfall. Diese Symptome treten sehr stark auf und es gibt Patienten, die sich aufgrund des Drehschwindel übergeben müssen. Diese sogenannte Sturz Drop Attack ist ein Phänomen der Morbus Meniere, man kann es aber nicht sofort deuten, diese Patienten könne sich dann einfach nicht mehr auf den Beinen halten und haben Orientierungsprobleme. Diese Anfälle dauern teilweise mehrere Stunden und sind immer wiederkehrend, es können Stunden, Tage oder Monat dazwischen liegen, aber diese Symptomatik tritt immer wieder auf. Auch hier ist die Ursache nicht eindeutig erklärt, diese Smptomatik gehört aber mit zu den Morbus Meniere.

Laute Ohrgeräusche und ein ständiges Brummen im Ohr

Der Tinnitus kann auch vorausgehen und dann den Schwindel auslösen, hier ist keine klare Ursache erkennbar, sondern man vermutet Stress oder Lärmbelästigung. Der Schwindelanfall ist begleitet von diesen Ohrgeräuschen. Wieder andere Patienten können das Ohrgeräusch auf einmal nicht mehr feststellen, es kommt zum Hörverlust während eines Tinnitus. Geräusch mit unterschiedlicher Intensität begleiten den Morbus Meniere genauso, wie der starke Schwindel. Eines ist noch ein Phänomen beim Morbus Meniere, meist ist nur ein Ohr betroffen.

Das Symptom ich höre auf einem Ohr nicht mehr

Bei einem Ohr scheint die Funktion nicht mehr gegeben zu sein, viele Patienten können dieses Erscheinungsbild nicht einordnen. Das Ohr scheint verstopft zu sein. Es tritt eine einseitige Schwerhörigkeit auf, aber gleichzeitig kommt es zum Schwindelanfall. Auch dann ist Morbus Meniere gegeben. Dieser Hörverlust kann sehr lange anhalten. Auch hier wechselt teilweise die Intensität und der Patient ist irritiert.

Klare Ursachen für den Morbus Meniere nicht genau festzustellen

Der Morbus Meniere kennt keine klaren Ursachen, zusammenfassend kann man nur sagen, das die Symptomatik der Schwindelanfälle genau dieser Krankheit zuzuordnen ist. Diese Symptome verlaufen individuell verschieden aber mit den auftretenden Beschwerden, die beschrieben sind. Da die Ursachen zum einen erblich sein können oder durch Umwelteinflüsse ausgelöst werden, gibt es keine universelle Therapie, sondern Hals- , Nasen Ohrenärzte müssen bei ihren Behandlungsmethoden individuell auf das jeweilige Problem einstellen.

Therapie und Behandlung

Ziel einer Therapie soll es sein, die Symptome auf ein erträgliches Maß zu bringen, deshalb ist eine frühzeitige Erkennung mit passender Behandlung notwendig. Die Durchblutung soll mithilfe von Infusionslösungen verbessert und ein Mittel gegen die Übelkeit und das Erbrechen eingenommen werden. Zusätzlich wird nach derzeitigen Erkenntnissen eine Hochdosis-Therapie mit dem Histamin-Antagonisten Betahistin verordnet. Hiermit wird der Innenohrdruck gemildert und eine Therapie sollte zwischen 6 Monaten und 2 Jahren andauern. Betahistin setzt die Wirkung des Histamins auf das Gewebe herab oder beseitigt es ganz. Histamine sind wichtig bei der Abwehrreaktion des Immunsystems, welches durch die Herabsetzung dieser gestärkt wird.

Im Akutfall wird zur Morbus Meniere Behandlung Dimenhydrinat (Vomex) zur Herabsetzung der Übelkeit empfohlen. Oft versuchen die Ärzte auch einen Therapiewechsel mit einem niedrig dosierten Schleifendiuretikum (z. B. Furosemid), wenn die Anfälle häufiger auftreten. Ein operativer Eingriff ist nur bei extrem häufigem Schwindel zu empfehlen, und zwar ein Eingriff am endolymphatischen Sack (Sakkotomie), bei dem der Druck auf das Innenohr durch eine Entfernung des Schädelknochens am Sacculus.

Den Schwindel kann man aber auch mit einer ganzen oder teilweisen Entfernung des Gleichgewichtssinnes bekämpfen. Dies wird mit Gentamicin im äußersten Notfall bewirkt. Nach neusten Erkenntnissen ist auch eine Betäubung des Mittelohrs durch eine Labyrinthanästhesie sehr hilfreich und kann jederzeit wiederholt werden. Einen letzten Ausweg bietet noch die operative Durchtrennung der Hör- und Gleichgewichtsnerven (Nervus vestibulocochlearis), bei der mit Sicherheit mit absolutem Gehörverlust gerechnet werden muss. Auch sind bestimmte motorische Fähigkeiten neu zu erlernen.

Morbus Meniere Behandlung

Menière-Anfälle können in unterschiedlichen Intervallen schubweise auftreten, wobei der Abstand der Anfälle auch Jahre betragen kann, und dauern zwischen Minuten bis hin zu Stunden. Selten treten alle drei Symptome am Anfang zusammen auf, so kann es entweder zu Schwindel, Ohrensausen oder zu einseitigem Hörverlust kommen. Treten alle drei Symptome in Zusammenhang auf, spricht man vom menièreschen Trias. Meist beginnt es aber mit dem Schwindel, der mit Erbrechen und Übelkeit einhergeht und bei der Bewegung schlimmer wird. Bei einem Anfall bemerkt der Patient häufig einen Tinnitus und das Hörvermögen wird schlechter. Zudem wird ein Druckgefühl im Ohr verspürt. Nach dem Anfall können die Symptome aber wieder verschwinden und erst, wenn sich die Anfälle häufen, können Tinnitus und Hörverlust bestehen bleiben. Der Tinnitus ist bei den Anfällen niederfrequentiert und wird nur mäßig bis mittel stark empfunden. Eine Morbus Meniere Behandlungsollte so früh wie möglich begonnen werden, jedoch ist diese Krankheit nicht heilbar, lediglich die Symptome können gemildert werden.

Eine sinnvolle Morbus Meniere Behandlung

Ziel einer Therapie soll es sein, die Symptome auf ein erträgliches Maß zu bringen, deshalb ist eine frühzeitige Erkennung mit passender Behandlung notwendig. Die Durchblutung soll mithilfe von Infusionslösungen verbessert und ein Mittel gegen die Übelkeit und das Erbrechen eingenommen werden. Zusätzlich wird nach derzeitigen Erkenntnissen eine Hochdosis-Therapie mit dem Histamin-Antagonisten Betahistin verordnet. Hiermit wird der Innenohrdruck gemildert und eine Therapie sollte zwischen 6 Monaten und 2 Jahren andauern. Betahistin setzt die Wirkung des Histamins auf das Gewebe herab oder beseitigt es ganz. Histamine sind wichtig bei der Abwehrreaktion des Immunsystems, welches durch die Herabsetzung dieser gestärkt wird. Im Akutfall wird zur Morbus Meniere Behandlung Dimenhydrinat (Vomex) zur Herabsetzung der Übelkeit empfohlen. Oft versuchen die Ärzte auch einen Therapiewechsel mit einem niedrig dosierten Schleifendiuretikum (z. B. Furosemid), wenn die Anfälle häufiger auftreten. Ein operativer Eingriff ist nur bei extrem häufigem Schwindel zu empfehlen, und zwar ein Eingriff am endolymphatischen Sack (Sakkotomie), bei dem der Druck auf das Innenohr durch eine Entfernung des Schädelknochens am Sacculus. Den Schwindel kann man aber auch mit einer ganzen oder teilweisen Entfernung des Gleichgewichtssinnes bekämpfen. Dies wird mit Gentamicin im äußersten Notfall bewirkt. Nach neusten Erkenntnissen ist auch eine Betäubung des Mittelohrs durch eine Labyrinthanästhesie sehr hilfreich und kann jederzeit wiederholt werden. Einen letzten Ausweg bietet noch die operative Durchtrennung der Hör- und Gleichgewichtsnerven (Nervus vestibulocochlearis), bei der mit Sicherheit mit absolutem Gehörverlust gerechnet werden muss. Auch sind bestimmte motorische Fähigkeiten neu zu erlernen.

Psychologische Betreuung bei der Morbus Meniere Behandlung

Bei dieser Erkrankung ist eine psychologische Begleitung während der ganzen Zeit von Nöten, denn die Patienten sind wegen der Schwindelanfälle, die überfallartig einsetzen, sehr labil. Die häufigste Angst begründet darin, dass die Patienten vor einem Anfall in der Öffentlichkeit nicht geschützt sind. Unsicherheit und Vereinsamung sind die Folgen der Ängste und gehören in gute, geschulte, psychologische Hände.

Ebenfalls sollte der oft gleichzeitig auftretende Tinnitus, der dem Patienten zusätzlich Probleme bereitet und den Schlaf stört, behandelt werden. Ein Hörgerät oder die sogenannten Tinnitusmasker können dem Patienten Linderung verschaffen. Psychologische Betreuung, die hilft, den Alltag mit den Anfällen zu meistern ist unerlässlich und ein Mitführen des Medikaments Dimenhydrinat zur Akutbehandlung wird empfohlen. Auch werden Familienangehörige und Freunde mit in die Behandlung einbezogen, um eine richtige Reaktion im Ernstfall zu erwirken und an das Verständnis für den Patienten zu appellieren. Leider ist eine komplette Heilung im Moment noch ausgeschlossen, lediglich eine Bekämpfung oder Eindämmung der Symptome ist zurzeit möglich und sollte in Anspruch genommen werden.

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